Presse Information 24. April 2013


Porsche Tennis Grand Prix - Zusammenfassung Tag 5:

Julia Görges folgt Sabine Lisicki ins Achtelfinale

Stuttgart. Mit Julia Görges erreichte eine weitere Deutsche das Achtelfinale des Porsche Tennis Grand Prix. Die Spielerin des Porsche Team Deutschland lag in ihrem Auftaktmatch gegen Kirsten Flipkens mit 6:2, 2:1 in Führung, als die Belgierin wegen Magenproblemen aufgeben musste. Am Vortag hatte sich bereits Sabine Lisicki für die Runde der letzten 16 qualifiziert, in der auch Angelique Kerber steht, die als Nummer 3 der Setzliste in der ersten Runde ein Freilos hatte. Für Annika Beck vom Porsche Talentteam Deutschland ist das Stuttgarter Traditionsturnier dagegen zu Ende: Die mit 19 Jahren jüngste Spielerin im Hauptfeld musste sich nach einem harten Kampf der tschechischen Top-10-Spielerin Petra Kvitova 5:7, 7:6 (0), 3:6 geschlagen geben. Die Wimbledon-Siegerin von 2011 ist am Donnerstag die nächste Gegnerin von Julia Görges.

So richtig zufrieden war Julia Görges nach ihrem Match nicht. „So will man natürlich nicht gewinnen“, sagte die Siegerin des Porsche Tennis Grand Prix 2011. Aber auch sie selbst war die letzten beiden Wochen krank, fühlte sich schon morgens schlapp und wurde auf Pfeiffersches Drüsenfieber untersucht. Zum Glück ohne Befund. Trotzdem legte sie bis zum vergangenen Sonntag eine Wettkampfpause ein, verzichtete auch auf die Fed-Cup-Playoffs in der Porsche-Arena gegen Serbien. „Ich habe nur zum Schläger gegriffen, weil ich den Porsche Tennis Grand auf keinen Fall versäumen wollte“, sagte sie. „In der Porsche-Arena habe ich schließlich den größten Erfolg meiner Karriere gefeiert. Jetzt hoffe ich natürlich, dass ich in dieser tollen Halle noch ein paar Matches spielen kann.“

Annika Beck hat den Einzug in die zweite Runde des Weltklasseturniers mit sieben Top-10-Spielerinnen nicht geschafft. Die im Porsche Talentteam Deutschland geförderte Spielerin des TEC Waldau Stuttgart lieferte Petra Kvitova allerdings einen tollen Kampf und verlangte der Weltranglistenachten, die in Stuttgart an Nummer 5 gesetzt ist, in dem 2:26 Stunden dauernden Match alles ab. „Ich wusste, dass ich mein bestes Tennis spielen musste, um nicht total unterzugehen“, sagte die Nummer 60 der WTA-Weltrangliste nach ihrem ersten Match gegen eine Top-10-Spielerin. Untergegangen ist die mit einer Wildcard ins Hauptfeld eingezogene Bonnerin nicht. Im Gegenteil: Sie hatte durchaus ihre Chancen und beeindruckte die Zuschauer nicht zuletzt mit ihrer Kaltschnäuzigkeit, mit der sie den Tiebreak des zweiten Satzes zu Null gewann. „Ich hoffe jetzt, dass ich auch 2014 wieder hier spielen kann“, sagte sie. „Wenn einen die Zuschauer so anfeuern, macht das gleich doppelt so viel Spaß.“

Auf das kommende Jahr muss auch Mona Barthel hoffen. In nur 53 Minuten verlor die 22-Jährige vom Porsche Team Deutschland 4:6, 1:6 gegen Lucie Safarova aus Tschechien. Es war das Match zweier Spielerinnen, die beide am Wochenende noch im Fed Cup im Einsatz waren und auch in der Weltrangliste fast gleichauf liegen: Lucie Safarova wird auf Platz 25 geführt, Mona Barthel drei Plätze dahinter. In der Porsche-Arena war der Unterschied aber deutlich größer, als es das Ranking vermuten ließ. Der 26-Jährigen aus Brünn reichte im ersten Satz ein Break, um die Deutsche auf Distanz zu halten. Im zweiten Satz drehte die Hartplatzspezialistin dann auch auf Sand richtig auf – und zeigte nach dem ersten Aufeinandertreffen Verständnis für Mona Barthel: „Für sie ist der Druck beim Heimturnier natürlich größer als für mich.“ Mona Barthel sagte: „Ich habe heute nicht mein bestes Tennis gespielt. Das Fed-Cup-Wochenende mit zwei Dreisatz-Matches war sehr anstrengend, auch emotional. Als wir schließlich gewonnen hatten und die ganze Anspannung abgefallen war, fühlte ich mich total müde im Kopf. Leider ist es mir nicht so recht gelungen, die nötige Spannung für das heutige Match wieder aufzubauen. Trotzdem waren das zehn tolle Tage für mich in Stuttgart.“

Zum Auftakt des langen Tennistages in der Porsche-Arena musste eine der Favoritinnen eine bitte Niederlage hinnehmen: Caroline Wozniacki, die Nummer 10 der Welt aus Dänemark, ging gegen die Spanierin Carla Suarez Navarro zwar schnell mit 3:0 in Führung, verlor dann aber ihren Rhythmus, wenig später den Tie-Break und am Ende mit 6:7 (6), 1:6 auch das Match. Und das unter den Augen ihres Freundes Rory McIllroy. Die Nummer 2 der Golf-Weltrangliste aus Nordirland hat diese Woche spielfrei und begleitete seine Freundin nach Stuttgart, wo sie 2011 gegen Julia Görges das Finale verloren hatte. Carla Suarez Navarro, die Nummer 23 der Welt und im Moment Spaniens beste Spielerin, trifft im Achtelfinale auf die Kasachin Yaroslava Shvedova, die Roberta Vinci aus Italien 6:4, 6:2 schlug. Die Serbin Jelena Jankovic, die 2008 in der Porsche-Arena siegte, warf die an Nummer 6 gesetzte Samantha Stosur (Australien) mit 6:4, 6:4 aus dem Rennen um die insgesamt 795.000 Dollar Preisgeld und das Porsche 911 Carrera 4S Cabriolet. Sie ist Donnerstag die Gegnerin von Sabine Lisicki.

Deutsche Siege gab es am Mittwoch im Doppel: Angelique Kerber und Andrea Petkovic vom Porsche Team Deutschland setzten sich gegen das russische Duo Ekaterina Makarova/Elena Vesnina 6:1, 7:6 (2) durch. Ebenfalls weiter sind Mona Barthel und Sabine Lisicki, die Jill Craybas/Megan Moulton-Levy 6:1, 6:1 bezwangen. Die beiden Amerikanerinnen sprangen als „Lucky Loser“ ein, nachdem sich Roberta Vinci in ihrem Einzel verletzt hatte und nicht mit ihrer Partnerin Sara Errani antreten konnte.

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