Presse Information 23. April 2013


Porsche Tennis Grand Prix – Zusammenfassung Tag 4


Sabine Lisicki erste Deutsche in der zweiten Runde

Stuttgart. Als erste Deutsche hat Sabine Lisicki die zweite Runde des Porsche Tennis Grand Prix erreicht. Die Spielerin des Porsche Team Deutschland aus Berlin setzte sich am Dienstag in der fast ausverkauften Porsche-Arena mit 6:3, 6:4 gegen die italienische Qualifikantin Nastassja Burnett durch. Ausgeschieden sind dagegen Andrea Petkovic (Darmstadt) und Dinah Pfizenmaier (Bielefeld).

„Ich freue mich, dass ich die erste Hürde hier in Stuttgart genommen habe. Am Anfang gegen eine Qualifikantin zu spielen, die schon drei Matches absolviert hat, ist immer schwierig“, sagte Sabine Lisicki. „Doch ich habe in jedem Satz zum richtigen Zeitpunkt den Sack zugemacht. Jetzt möchte ich natürlich so lange wie möglich im Turnier bleiben.“

Andrea Petkovic hat diese Chance nicht mehr. Die Spielerin des Porsche Team Deutschland ist zurück in Stuttgart. Aber sie ist noch lange nicht die alte. Die 25-Jährige verließ den Centre Court nach 1:12 Stunden gegen Ana Ivanovic trotz der Zweisatz-Niederlage ganz anders als noch vor einem Jahr. Damals war sie im Match gegen Victoria Azarenka umgeknickt und mit einem doppelten Bänderriss unter Tränen vom Platz geführt worden. Fast zwölf Monate später kehrten das Lächeln und der Optimismus zurück. Denn im Erstrunden-Match gegen die frühere Weltranglistenerste Ana Ivanovic (Serbien) kämpfte sie erfolgreich gegen diesen Tiefpunkt ihrer Karriere – auch wenn ihr die lange Verletzungspause noch deutlich anzumerken war. „Die Atmosphäre in Stuttgart war wie immer cool, der absolute Wahnsinn“, meinte Andrea Petkovic. „Ich habe jetzt die negativen Erinnerungen an Stuttgart wieder durch ein positives Erlebnis ersetzt.“

Das sportliche Aus ärgerte Andrea Petkovic: „Ich bin mega-frustriert. Allerdings nur wenn ich auf dem Platz stehe. Hinterher bin ich schon realistisch: Mir fehlt im Moment noch die Konstanz.“ Gegen Ana Ivanovic (Nummer 17) zeigte die Deutsche vor allem in der Anfangsphase ihre Stärken. Sie schaffte das erste Break, stand sich aber anschließend immer wieder selbst im Weg. Präzisen Aufschlägen folgten leichte Vorhandfehler. Druckvolle Grundlinienschläge wechselten sich mit schlecht vorbereiteten Angriffen ab. „Ich wollte zu viel. Ich war wie ein Hund, der sein Chance gewittert hat“, sagte Andrea Petkovic, „das hat dazu geführt, dass ich immer wieder zu viel riskiert habe.“

Der Auftritt beim Porsche Tennis Grand Prix ist für Andrea Petkovic eine wichtige Etappe bei der anvisierten Rückkehr in die Weltspitze. Die Darmstädterin, die in der WTA-Weltrangliste inzwischen auf Platz 131 abgerutscht ist, erhielt in Stuttgart eine Wildcard. Bei vielen anderen großen Turnieren muss sie dagegen durch die Qualifikationsmühle. „Das ist kein Problem. Ich spiele auch kleinere Turniere. Ich brauche einfach Matches“, so Andrea Petkovic. Daher dürften sich die Zuschauer in Stuttgart auch auf einen weiteren Auftritt des Publikumslieblings freuen: Zusammen mit Angelique Kerber (Kiel) tritt sie noch im Doppel an. Andrea Petkovic: „Aber Vorsicht – wir sind das schlechteste Doppel der Welt.“

Einen großen Kampf lieferte auch Dinah Pfizenmaier. Die 21-Jährige aus dem Porsche Talentteam Deutschland zog nach 1:43 Stunden gegen die an Nummer acht gesetzte Nadia Petrova (Russland) nur hauchdünn mit 6:7 (2:7) und 4:6 den Kürzeren. Letztendlich entschied im zweiten Satz beim Stand von 4:5 ein einziges Break das Match zugunsten der Turniersiegerin aus dem Jahr 2006. Die Russin war nach dem mühsamen Erfolg gegen die Qualifikantin erleichtert und lobte ihre Gegnerin: „Dinah hat sehr gut gespielt. Sie hat eine große Zukunft.“

Einen guten Start in den Porsche Tennis Grand Prix hatte Anna-Lena Grönefeld. Die Spielerin des Porsche Team Deutschland, die am Sonntag zusammen mit Sabine Lisicki im Fed Cup den entscheidenden Punkt zum 3:2-Erfolg gegen Serbien geholt hatte, erreichte an der Seite von Kveta Peschke (CZE) durch ein 6:2, 6:3 gegen Marina Erakovic (Neuseeland) und Shuai Peng (China) die zweite Runde im Doppelwettbewerb. Der Einstand von Julia Görges in Stuttgart ging dagegen schief: Sie verlor mit Barbora Zahlavova Strycova (Tschechien) 6:4, 4:6, 6:10 gegen Liezel Huber (USA) und Janette Husarova (Slowakei).


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