24 Stunden von Daytona, USA
Dreifachsieg für Porsche im stärksten GT-Feld aller Zeiten
Stuttgart. Das 24-Stunden-Rennen in Daytona bleibt eine Domäne von Porsche: Bei
der spannungsgeladenen 50. Auflage des Langstreckenklassikers in Florida/USA feierte
der Zuffenhausener Sportwagenhersteller einen überzeugenden Dreifacherfolg in der
GT-Klasse gegen so starke Konkurrenten wie Audi, BMW, Corvette und Ferrari. Den Sieg
holte Porsche-Werksfahrer Richard Lietz (Österreich) im Porsche 911 GT3 Cup von
Magnus Racing zusammen mit René Rast (Frankfurt) sowie den Amerikanern Andy Lally
und John Potter. Nach einem mitreißenden Finale vor der Rekordkulisse auf dem Daytona
International Speedway lag er im Ziel 9,412 Sekunden vor seinem Werksfahrerkollegen
Wolf Henzler. Der Vorjahressieger aus Nürtingen teilte sich den von TRG Racing eingesetzten
Porsche 911 GT3 Cup mit Jeroen Bleekemolen (Niederlande), Marc Goossens (Belgien),
Spencer Pumpelly (USA) und Steven Bertheau (USA). Den dritten Platz belegte Porsche-Werksfahrer
Marc Lieb (Ludwigsburg) zusammen mit den Amerikanern Hurley Haywood, Leh Keen und
Andrew Davis im Porsche 911 GT3 Cup mit der legendären Startnummer 59 des Daytona-Erfolgsteams
Brumos Racing.
„Heute haben wir gesehen, warum Daytona eines der faszinierendsten Rennen der Welt
ist“, sagte Wolfgang Hatz, Vorstand Forschung und Entwicklung der Porsche AG. „Für
mich war das ein 24-Stunden-Sprintrennen. Bis zur letzten Runde lag die Spitzengruppe
eng zusammen. Was mich besonders freut ist, dass es nahezu keine technischen Defekte
an unseren Autos gegeben hat und die Teams und Fahrer unter diesen schwierigen Bedingungen
einen so herausragenden Job gemacht haben. Glückwunsch und Kompliment an alle.“
Porsche-Motorsportchef Hartmut Kristen sagte nach dem Erfolg, mit dem Porsche seine
Daytona-Bilanz als erfolgreichster Hersteller in der Geschichte dieses Rennens auf
22 Gesamt- und 74 Klassensiege ausbaute: „Die 50. Ausgabe dieses Klassikers war
extrem spannend. Über lange Zeit waren zehn GT-Autos in einer Runde. Die Zuschauer
erlebten wieder einmal tollen Motorsport. Es ist natürlich besonders schön, vor
so einer beeindruckenden Kulisse einen solchen eindrucksvollen Erfolg zu feiern.
Der Porsche 911 GT3 Cup hat bei diesem extrem schwierigen Rennen wieder einmal mit
herausragender Zuverlässigkeit geglänzt.“
Die Jubiläumsausgabe des Langstreckenklassikers in Florida, bei der der neue Porsche
911 als Safety-Car eingesetzt wurde, war so stark besetzt wie noch nie. Allein in
der GT-Klasse waren 45 Fahrzeuge am Start. „Gegen so viele gute Fahrer erfolgreich
zu bestehen, die Crème de la Crème der GT-Fahrer, ist einfach nur großartig“,
sagte der Sieger Richard Lietz. „Dieses Rennen für Porsche zu gewinnen, ist ein
Höhepunkt meiner Karriere, vergleichbar nur mit meinen beiden Siegen in Le Mans.“
Sein Teamkollege René Rast, der zweifache Meister im Porsche Mobil 1 Supercup, dem
Porsche den Start in Daytona als Belohnung für seine herausragenden Leistungen in
der vergangenen Saison ermöglicht hat, sagte: „Für uns lief es super. Wir hatten
nicht das kleinste technische Problem. Das war erst das zweite 24-Stunden-Rennen
meiner Karriere und sicherlich das härteste. Das war extrem anstrengend.“
In der spannenden Schlussphase hat Wolf Henzler noch einmal alles auf eine Karte
gesetzt, doch Richard Lietz an der Spitze konnte er den Sieg nicht mehr streitig
machen. „Er war heute einfach zu schnell“, sagte er. „Doch nach meinem Sieg
im Vorjahr erneut auf dem Podium zu stehen, ist für mich ein Riesenerfolg.“ Mit
dem Porsche 911 GT3 Cup von Brumos Racing, der von der Pole-Position ins Rennen gegangen
war, musste Marc Lieb kurz vor dem Ziel noch einen kurzen Tankstopp einlegen und
konnte dadurch, nachdem er das Rennen über weite Strecken angeführt hatte, nicht
mehr in den Kampf um den Sieg eingreifen. „Wir hatten zum Schluss etwas Pech mit
unserer Rennstrategie“, sagte er. „Doch auch wenn ich im ersten Moment noch etwas
enttäuscht war – in diesem unglaublich starken GT-Feld Dritter zu werden, ist
eine Klasseleistung des gesamten Teams.“
Mit der schnellsten Rennrunde des gesamten GT-Felds setzte Porsche-Werksfahrer Marco
Holzer (Lochau) eines der Ausrufezeichen des Klassikers auf dem Daytona International
Speedway. Er kam jedoch nicht ins Ziel. „Bis zum Ausfall lief unser Auto hervorragend“,
sagte er. „Mit den Gelbphasen hatten wir allerdings Pech. Wir sind drei Mal direkt
vor einer Gelbphase zum Tanken an die Box gekommen und haben so ganze Runden verloren.
Das ist schon bitter.“
Kein Glück hatten auch die Porsche-Werksfahrer Jörg Bergmeister (Langenfeld) und
Patrick Long (USA). Mit dem Porsche 911 GT3 Cup von Flying Lizard Motorsports, den
sie sich mit dem Amerikaner Seth Neiman und Mike Rockenfeller (Altnau) teilten,
lagen sie in der Anfangsphase des Rennens in der Spitzengruppe, fielen dann aber
zurück und mussten sich am Ende mit dem 15. Platz begnügen. „In der Anfangsphase
des Rennens waren wir unter den ersten Drei“, sagte Patrick Long. „Unser Tempo
war sehr hoch. Doch als Seth mit einem Daytona-Prototypen kollidierte, war unser
Rennen gelaufen.“
Rennergebnis
GT-Klasse
1. Lietz/Lally/Rast/Potter (A/USA/D/USA), Porsche 911 GT3 Cup, 727 Runden
2. Henzler/Bleekemolen/Bertheau/Goossens/Pumpelly (D/NL/USA/B/USA), Porsche 911 GT3
Cup, 727 Runden
3. Lieb/Haywood/Davis/Keen (D/USA/USA/USA), Porsche 911 GT3 Cup, 726 Runden
4. Edwards/Bremer/Liddell (USA/DK/GB), Camaro GT.R, 726 Runden
5. Beretta/Bertolini/Vilander (MC/I/SF), Ferrari 458, 726 Runden
6. Franchitti/Bomarito/Hinchcliffe/Tremblay (GB/USA/CAN/USA), Mazda RX-8, 722 Runden
7. Pilet/Farnbacher/Keating/Simonsen (F/D/USA/DK), Porsche 911 GT3 Cup, 721 Runden
11. Armindo/Curtis/Lewis/Sofronas/Willsey (F/USA/USA/USA/USA), Porsche 911 GT3 Cup,
713 Runden
14. Avenatti/Faieta/Poordad/Sweedler/Wagner (USA/USA/USA/USA/USA), Porsche 911 GT3
Cup, 707 Runden
15. Bergmeister/Long/Neiman/Rockenfeller (D/USA/USA/D), Porsche 911 GT3 Cup, 706
Runden
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