Presse-Information 02. September 2010
Le Mans Series, 5. Lauf in Silverstone, Großbritannien
Porsche-Piloten als Titelfavoriten zum Saisonfinale
Stuttgart. Die Le Mans Series erlebt ein echtes Finale. Nach drei Siegen in den vier Rennen dieser Saison reisen die Porsche-Werksfahrer Marc Lieb (Ludwigsburg) und Richard Lietz (Österreich) als klare Tabellenführer und Titelfavoriten zum letzten Lauf am 12. September in Silverstone. Auf dem Traditionskurs in Mittelengland wollen sie im Porsche 911 GT3 RSR des Teams Felbermayr-Proton die letzten drei Punkte holen, die ihnen zur erfolgreichen Titelverteidigung in der Klasse GT2 noch fehlen. Auch in der Herstellerwertung hat Porsche den Sieg im Visier.
Trotz ihres komfortablen Punktevorsprungs nehmen die Le-Mans-Sieger von 2010 das Rennen in Silverstone nicht auf die leichte Schulter. „Wie schwer es sein kann, wenn nur noch eine Winzigkeit zum Titelgewinn fehlt, haben wir im vergangenen Jahr an gleicher Stelle erfahren. Daher sind wir mit Prognosen sehr vorsichtig“, sagt Marc Lieb, der in der Le Mans Series bereits drei Titel gewonnen hat. „Auf jeden Fall sind wir sehr gut auf das Finale und den Kampf gegen unseren stärksten Konkurrenten Ferrari vorbereitet.“
Dass der 5,141 Kilometer lange Grand-Prix-Kurs dem Porsche 911 GT3 RSR liegt, zeigt die Pole-Position, die Richard Lietz im Vorjahr holte. „Sowohl die flüssige Streckenführung mit ihren anspruchsvollen Hochgeschwindigkeitskurven als auch das gesamte Umfeld machen mir großen Spaß“, sagt der Österreicher. „Silverstone hat eine tolle Sportwagentradition, und die Begeisterung der englischen Fans ist eine zusätzliche Motivation. Zuletzt waren wir im Qualifying nicht so gut wie unsere Rivalen. Wir arbeiten aber hart daran, dass wir das Finale von einem vorderen Startplatz in Angriff nehmen können.“
Im zweiten 911 GT3 RSR des deutsch-österreichischen Felbermayr-Teams gehen Martin Ragginger (Österreich) und Christian Ried (Schönebürg) als Dritte der Gesamtwertung ins Finale. Sie sind mit einem sensationellen zweiten Rang in Le Castellet in die Saison gestartet und haben nach weiteren guten Platzierungen jetzt sogar noch Chancen auf den zweiten Tabellenplatz. Wie schon zuletzt auf dem Hungaroring werden sie auch in Silverstone von Porsche-Werksfahrer Romain Dumas (Frankreich) unterstützt.
Rechtzeitig vor dem Finale ist bei Porsche-Werksfahrer Patrick Pilet und seinem französischen Landsmann Raymond Narac der Knoten geplatzt. Mit dem 911 GT3 RSR des Teams IMSA Performance Matmut holten sie als Dritte in Ungarn ihren ersten Podiumsplatz in dieser Saison und schafften dadurch in der Gesamtwertung den Sprung auf den vierten Rang. „Endlich ist unsere harte Arbeit belohnt worden“, sagt Patrick Pilet. „Umso mehr freuen wir uns nun auf das Finale auf dieser tollen Strecke. In Silverstone würden wir nur zu gerne unseren ersten Sieg in der Le Mans Series feiern.“
Einen versöhnlichen Abschluss einer schwierigen Premierensaison in der hart umkämpften Meisterschaft strebt das Team ProSpeed Competition an. Beim Finale sind für die belgische Equipe erneut Richard Westbrook (Großbritannien), der FIA-GT-Meister von 2009, sowie Porsche-Junior Marco Holzer (Bobingen) am Start.
Das 1.000-Kilometer-Rennen in Silverstone wird am 12. September um 11.55 Uhr (12.55 Uhr MESZ) gestartet. Der TV-Sender Eurosport berichtet von 12.30 bis 13.45 Uhr und von 17.45 Uhr bis 19.00 live. Unter
www.lemans-series.com können Fans das Rennen per Live-Timing verfolgen.
Punktestände Klasse GT2
Fahrer
1. Marc Lieb, Richard Lietz, Porsche, 78 Punkte
2. Jean Alesi, Giancarlo Fisichella, Toni Vilander, Ferrari, 63
3. Martin Ragginger, Christian Ried, Porsche, 51
4. Patrick Pilet, Raymond Narac, Porsche, 40
5. Patrick Long, Porsche, 35
6. Gianmaria Bruni, Jaime Melo, Ferrari, 35
7. Luis Perez Companc, Matias Russo, Ferrari, 34
Hersteller
1. Porsche, 137 Punkte
2. Ferrari, 131
3. Spyker, 31
4. BMW, 30
5. Aston Martin, 18
Daten und Fakten
Das ist die Le Mans Series
In der 2004 erstmals ausgetragenen Le Mans Series (LMS) starten Sportprototypen und GT-Fahrzeuge. Das Reglement basiert auf dem Regelwerk der 24 Stunden von Le Mans. In dieser Saison werden fünf Wertungsläufe auf Rennstrecken in Europa gefahren. Sie gehen über die Distanz von 1.000 Kilometern. Einzige Ausnahme ist das Acht-Stunden-Rennen in Le Castellet.
Das Starterfeld bilden zwei unterschiedliche Sportfahrzeug-Kategorien: Sportprototypen und Seriensportwagen. Sie sind in vier Klassen eingeteilt:
Klasse LMP1: Sportprototypen mit bis zu 750 PS und einem Mindestgewicht von 900 Kilogramm (Benzinfahrzeuge) bzw. 930 Kilogramm (Dieselfahrzeuge). Leistungsgewicht: rund 1,2 kg/PS.
Klasse LMP2: Sportprototypen mit rund 440 PS und 825 Kilogramm Mindestgewicht. Leistungsgewicht: rund 1,8 kg/PS.
Klasse GT1: Stark modifizierte Seriensportwagen mit bis zu 600 PS und einem Mindestgewicht von 1.200 bis 1.250 Kilogramm.
Klasse GT2: Leicht modifizierte Seriensportwagen mit bis zu 460 PS und einem Mindestgewicht von 1.145 Kilogramm. In dieser Klasse ist der Porsche 911 GT3 RSR am Start.
Alle Rennwagen starten gleichzeitig, werden aber nach Klassen getrennt gewertet. Punkte gibt es nur für die Platzierung in der jeweiligen Klasse. Meistertitel werden in allen vier Klassen für Fahrer, Hersteller und Teams vergeben. Die Porsche-Werksfahrer Marc Lieb und Richard Lietz gewannen 2009 den GT2-Fahrertitel. Porsche gewann 2008 in der Klasse LMP2 die Titel für Fahrer, Hersteller und Team.
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