Presse-Information 24. August 2010


American Le Mans Series, 8. Lauf in Mosport, Kanada

Die Titelverteidiger wollen im Porsche Vorsprung ausbauen


Stuttgart. Auf der Zielgeraden der Saison jagen sich in der American Le Mans Series die Ereignisse: Nur eine Woche nach dem Rennen auf der legendären Road America startet die Rennserie mit den schnellsten Sportwagen der Welt am 29. August auf dem Mosport International Raceway in der Nähe von Toronto. Auf der ältesten Rennstrecke Kanadas mit ihren vielen schnellen Kurven steht vor allem die GT-Klasse mit den Porsche-Werksfahrern Jörg Bergmeister (Langenfeld) und Patrick Long (USA) im Blickpunkt.

Mit dem von Flying Lizard Motorsports eingesetzten Porsche 911 GT3 RSR wollen die Titelverteidiger im vorletzten Saisonrennen gegen die starke Konkurrenz von Ferrari und BMW ihre Tabellenführung möglichst noch weiter ausbauen. In dieser Saison haben sie bereits die Rennen in Long Beach, Laguna Seca und Lime Rock gewonnen. In Elkhart Lake holten sie zuletzt als nur knapp geschlagene Zweite wichtige Meisterschaftspunkte. Nach Mosport steht nur noch das Saisonfinale am 2. Oktober in Road Atlanta auf dem Programm.

„Ich habe in Mosport zwischen 2003 und 2005 zwar drei Mal hintereinander gewonnen, doch zuletzt hatten wir auf dieser sehr anspruchsvollen Strecke nicht immer nur Glück“, sagt Jörg Bergmeister, der sich für das Rennen eine vergleichsweise einfache Taktik zurechtgelegt hat: „Wir müssen im Qualifying einen guten Startplatz holen und im Rennen viele Punkte. Damit können wir uns für das Finale ein komfortables Punktepolster schaffen.“

Für Patrick Long ist in Mosport nicht die starke Konkurrenz, sondern die Strecke selbst die größte Herausforderung. „Dieser Kurs ist der schnellste, auf dem wir in der American Le Mans Series fahren. Er verzeiht so gut wie keinen Fehler“, sagt er. „Das Überholen ist sehr schwierig und es gibt viele enge Kurven. Ein weiterer entscheidender Faktor könnte das wechselhafte Wetter werden. Regen, Sonnenschein, Wind – hier muss man auf alles gefasst sein.“

Auch in Mosport sind noch zwei weitere Porsche 911 GT3 RSR am Start. Mit dem Team Falken Tire, das seine erste Saison in der American Le Mans Series bestreitet, wollen Porsche-Werksfahrer Wolf Henzler (Nürtingen) und Bryan Sellers (USA), in Elkhart Lake Gewinner der Umweltwertung Michelin Green X Challenge, den Anschluss an die Spitze schaffen. Den zweiten 911 GT3 RSR von Flying Lizard Motorsports teilen sich die Amerikaner Darren Law und Seth Neiman. In der Klasse GTC will Jeroen Bleekemolen (Niederlande) mit dem Porsche 911 GT3 Cup seine Erfolgsserie in den USA fortsetzen. Zusammen mit dem Amerikaner Timothy Pappas holte er in dieser Saison bereits vier Siege.

Sein mit Spannung erwartetes Comeback mit dem Porsche RS Spyder in den USA feiert Romain Dumas. Der Porsche-Werksfahrer aus Frankreich, der mit dem in Weissach entwickelten und gebauten Sportprototyp in den Jahren 2007 und 2008 den Titel holte, startet in Mosport zusammen mit Klaus Graf (Dornhan) in der Klasse LMP für das Muscle Milk Team Cytosport. In dieser Saison gewann das US-Kundenteam schon das prestigeträchtige Zwölf-Stunden-Rennen in Sebring (Klasse LMP2) und unterstrich sein Potenzial mit einem Gesamtsieg in Lime Rock. In Elkhart Lake fehlte zuletzt nur eine einzige Sekunde zum Sieg.

Das Rennen in Mosport startet am Sonntag, 29. August, um 15.00 Uhr Ortszeit (21.00 Uhr MESZ) und geht über 2:45 Stunden. Das GT-Qualifying am Samstag wird ab 22.20 Uhr MESZ unter www.porsche.com/alms-live im Internet übertragen.



Daten und Fakten

Das ist die American Le Mans Series

Bei der 1999 ins Leben gerufenen American Le Mans Series (ALMS) gehen Sportprototypen und GT-Fahrzeuge an den Start. Das Reglement basiert auf dem Regelwerk der 24 Stunden von Le Mans. In dieser Saison werden neun Rennen in den USA und Kanada gefahren. Die traditionellen Höhepunkte sind die 12 Stunden von Sebring und das 1000-Meilen-Rennen Petit Le Mans in Road Atlanta.

Das Starterfeld bilden Sportprototypen und Seriensportwagen. Sie sind in vier Klassen unterteilt:
Klasse LMP: In dieser Kategorie werden die Sportprototypen der bisherigen Klassen LMP1 und LMP2 gemeinsam gewertet. Die Leistungsunterschiede sollen so weit wie möglich (z. B. über Restriktionsanpassungen) ausgeglichen werden. Der Porsche RS Spyder startet in dieser Klasse.
Klasse GT: Am Start dieser Klasse (bisher GT2) sind leicht modifizierte Seriensportwagen mit 440 bis 460 PS und einem Mindestgewicht von 1.125 - 1.325 Kilogramm (z.B. Porsche 911 GT3 RSR).
Klasse LMPC: Diese neue Klasse ist ein Prototypen-Markenpokal für den ORECA FLM 09.
Klasse GTC: In der Nachfolgeklasse der ALMS Challenge sind Porsche 911 GT3 Cup verschiedener Baujahre startberechtigt.

Alle Rennwagen starten gleichzeitig, werden aber nach Klassen getrennt gewertet. Das sorgt für spannende und abwechslungsreiche Rennen mit zahlreichen Überholmanövern. Punkte gibt es nur für die Platzierung in der jeweiligen Klasse.

GO
_________________________
www.porsche-club-wuppertal.de / www.borgmann.tv